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Internationale Jugendchorprojekte

Aktuelle Unterlagen zum Download

Singen im Chor – überall auf der Welt ist das eines der beliebtesten Hobbies und für manche später einmal sogar Beruf. Bei internationalen Jugendchorprojekten haben junge Sänger_innen die Möglichkeit, Gleichaltrige und deren Zugang zur Chormusik in anderen Ländern kennenzulernen. Jugendliche und junge Erwachsene lernen über den internationalen Austausch andere Kulturen und Gesellschaftsformen sowie internationale Zusammenhänge kennen, können sich mit ihnen auseinander setzen und die eigene Situation besser bewerten. Somit tragen internationale Jugendchorprojekte zum Abbau von Vorurteilen und zu mehr Akzeptanz in unserer multikulturellen Gesellschaft bei.

Die Deutsche Chorjugend hilft als Zentralstelle des Bundes ihren Mitgliedschören, die für internationale Jugendbildung vorgesehenen Mittel aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP Bund) fach- und sachgemäß zu beantragen, zu verwenden und die Ausgaben nachzuweisen. Hierzu bieten wir vorab folgende Informationsmöglichkeiten:

Bewerbungsfristen

Fachtag "Internationale Jugendchorprojekte"

Checkliste Förderfähigkeit von Ideen und Projekten

Informationen zum Ablauf der Förderung

Informationen zur Programmgestaltung der Begegnung

Informationen zur interkulturellen Bildung

Informationen zur methodischen Gestaltung der Begegnung

Tipps zur Erstellung des Verwendungsnachweises

Kontakt

Auch wenn Ihr Chor noch kein Mitgliedschor ist, können Sie sich gern informieren. Sollten Sie sich dazu entscheiden, Mittel zu beantragen, informieren wir Sie gern über die Mitgliedschaft in der Deutschen Chorjugend.

 

Bewerbungsfristen

Die Anmeldefrist für die Förderung der Jugendchorprojekte, die im Jahr 2016 stattfinden, läuft bis zum 15.12.2015. Gegebenenfalls können auch später angemeldete Projekte in die Förderung aufgenommen werden, hierzu beraten wir Sie gern. Die Antragsfrist endet am 15.02.2016.

Für einige Länder gelten gesonderte Fristen, die zwingend zu beachten sind:

Israel               

bis 01.10. des Vorjahres bzw. 01.07. für Projekte in den Monaten September - Dezember des laufenden Jahres

Russland

bis 01.10. des Vorjahres bzw. 01.07. für Projekte in der 2. Hälfte des laufenden Jahres

Tschechien

bis 01.10. des Vorjahres bzw. 01.07. für Projekte in der 2. Hälfte des laufenden Jahres

Polen

bis spätestens 4 Monate vor Beginn des Projekts

Frankreich

bis spätestens 4 Monate vor Beginn des Projekts

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den oben genannten Fristen um Ausschlussfristen handelt. Sollten Sie unsicher sein, ob Ihr Antrag den Anforderungen genügt, rechnen Sie bitte einen Puffer für eventuell notwendige Nacharbeiten ein.

 

Fachtag "Internationale Jugendchorprojekte"

Die Jugendlichen in den Chören begeistern sich schnell für die Idee, eine Auslandsreise mit dem eigenen Chor zu machen oder junge Sänger_innen aus anderen Ländern einzuladen. Sie freuen sich darauf, zusammen unterwegs zu sein, neue Menschen und Kulturen kennen zu lernen, gemeinsam neue Chorliteratur auszuprobieren, viel Zeit mit Gleichaltrigen zu verbringen. So unterschiedlich die Beweggründe sind, so verschieden können auch die einzelnen Projekte gestaltet werden.

Um den Prozess der jeweiligen Antragstellung so unkompliziert wie möglich zu gestalten, bietet die DCJ für alle Interessierten jährlich eine Fachtagung an, bei der Fragen bezüglich der Programmgestaltung, Finanzplanung und Einhaltung der Vorgaben des Bundesministeriums geklärt werden können. Eine Teilnahme an dieser Fachtagung ist für die erfolgreiche Antragstellung wünschenswert, sie findet jährlich Ende Januar statt und ist kostenfrei. Bei Nicht-Teilnahme und daraus resultierendem erhöhten Beratungsbedarf wird ein Anteil in Höhe von 2% der Fördersumme einbehalten.

Der nächste Fachtag findet am 30.01.2016 in Berlin oder Kassel statt.

Das Programm und die Anmeldung stehen hier zum Download bereit.

Checkliste Förderfähigkeit von Ideen und Projekten

Um einen ersten Überblick darüber zu bekommen, wann ein Internationales Jugendchorprojekt förderfähig im Sinne des KJP ist, haben wir eine Checkliste erarbeitet. Bitte beachten Sie hierbei, dass Abweichungen bei den formalen Vorgaben zu einer Ablehnung des Antrags führen. Inhaltliche Punkte können in einem gemeinsamen Planungsgespräch (z.B. auf dem Fachtag) gegebenenfalls so angepasst werden, dass eine Förderung möglich ist.

Formale Kriterien

  • Der Chor, der die Begegnung auf deutscher Seite plant, ist Mitglied im Deutschen Chorverband oder bereit, Mitglied zu werden.
  • Die Dauer der Begegnung muss mind. 5 Tage und darf max. 21 Tage (PLUS An- und Abreisetag) sein.
  • Das Alter der Teilnehmer_innen beträgt mind. 12 und max. 26 Jahre. (Abweichungen nach unten bedürfen zwingend der Absprache im Vorfeld der Antragstellung)
  • Pro 10 Teilnehmer_innen (Richtwert) ist eine Betreuungsperson (Alter 27 Jahre oder älter) eingeplant.
  • Die Anzahl der Teilnehmer_innen aus Deutschland und dem Ausland ist ausgeglichen.
  • Es findet eine Begegnung mit der gleichen Gruppe über die gesamte Dauer des Projektes statt.
  • Die Begegnung findet an einem Ort/einer Basis statt.
  • Die Reise ist keine Rund- oder Konzertreise.
  • Es ist ein Gegenbesuch (entweder in Dtl. oder im Ausland) innerhalb der letzten 24 Monate realisiert worden oder innerhalb der nächsten 24 Monate geplant.
  • Der Kosten- und Finanzierungsplan ist nachvollziehbar und die beantragte Förderung eindeutig ersichtlich.
  • Die Reise wird nicht von einem professionellen Reiseanbieter organisiert, sondern vom Chor selbst.

Inhaltliche Kriterien

  • Die Begegnung verfolgt eines der hier genannten Ziele:
  1. Freie Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen
  2. Zusammenwachsen der jungen Generation in Deutschland und Europa
  3. Persönliche Begegnung junger Menschen aus verschiedenen Ländern
  4. Andere Kulturen und Gesellschaftsordnungen und internationale Zusammenhänge kennen lernen
  5. Verständnis aufbauen, Toleranz und Offenheit praktizieren
  6. Zusammenwachsen Europas befördern
  7. Vermittlung der eigenen Verantwortung für die Schaffung einer friedfertigen und gerechten Welt
  • Die Kinder und Jugendlichen aus der Gruppe haben die Möglichkeit, sich an der Planung, Umsetzung und Auswertung zu beteiligen
  • Die persönliche Begegnung zwischen den Gruppen steht im Vordergrund, das musikalische Programm stellt eine der Methoden des interkulturellen Austauschs dar.

Informationen zum Ablauf der Förderung

Nachdem Sie Ihr Internationales Jugendchorprojekt bei uns angemeldet haben, laden wir Sie herzlich zu unserem Fachtag zum Thema "Internationale Jugendchorprojekte" ein. Anschließend können Sie einen Antrag bei uns stellen, woraufhin Sie ggf. eine erste informelle Förderzusage erhalten werden und einen Weiterleitungsvertrag zugesandt bekommen. Hierin sind alle Rechte und Pflichten aufgeführt, die Sie beachten müssen. Das sind z.B.:

  • Rücksendung des vom Chorvorstand bzw. der vertretungsberechtigten Person unterschriebenen Weiterleitungsvertrages innerhalb von 2 Wochen nach der Zusendung
  • Bei Abruf der Fördermittel vor Beginn der Begegnung die Zusendung entsprechender Nachweise, dass die Mittel innerhalb von 3 Wochen nach Eingang auf dem Chorkonto ausgegeben werden können
  • Zusendung des vollständigen Verwendungsnachweises innerhalb von 6 Wochen nach dem Ende der Begegnung (Hier stellen wir Ihnen alle nötigen Formblätter und hilfreiche Tipps zur Verfügung. Bitte lesen Sie diese vor der Unterzeichnung des Weiterleitungsvertrages genau durch.)
  • Mitteilung von Veränderungen gegenüber dem ursprüngliche Antrag an die DCJ
  • Einhaltung der Vorgaben des Kinder- und Jugendplan des Bundes

Sobald der Weiterleitungsvertrag bei der DCJ eingegangen ist, gilt die Förderzusage als verbindlich. Wir gehen davon aus, dass die Begegnung wie beantragt stattfinden wird. Sollten sich Änderungen ergeben (z.B. Erhöhung/Verringerung der Teilnehmerzahl, Akquise zusätzlicher Fördermittel, Änderung des Zeitraums der Begegnung o.ä.), bitten wir um sofortige Mitteilung, da dies ggf. Auswirkungen auf die Förderhöhe hat.

Nach dem Abschluss der Begegnung erstellen Sie den Verwendungsnachweis mittels der von der DCJ zur Verfügung gestellten Formulare und Informationen. Diesen schicken Sie innerhalb von 6 Wochen nach Ende des Projektes per Post in die Geschäftsstelle nach Berlin.  

Sie können alle zur Verfügung stehenden Formulare und Informationen am Ende dieser Seite herunterladen. Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite.

 

Informationen zur Programmgestaltung der Begegnung

Im Chor wird nicht nur gesungen, neben den Proben und Auftritten werden in internationalen Chorprojekten auch weiterführende Themen bearbeitet und Aktionen umgesetzt. Dabei kann das aktuelle Geschehen in einem der Länder bzw. vergleichend in beiden Ländern aufgegriffen werden. Zum Beispiel kann bei einer deutsch-italienischen Begegnung der Umgang mit Medien und unterschiedliche Einflussmöglichkeiten des Staates auf die Informationsbearbeitung thematisiert werden. Gern setzen sich die Jugendlichen aus allen Ländern auch mit jugendspezifischen Themen auseinander, z.B. den Übergang von der Schule in die Ausbildung oder das Arbeitsleben. Auch jugendpolitische Themen bewegen die Jugendlichen über die kulturellen Grenzen hinweg, etwa die verschiedenen Bildungsmöglichkeiten. Die thematischen Anteile können losgelöst von den chormusikalischen Beiträgen gesehen werden und in verschiedenen Formen umgesetzt werden: Workshops, Interviews mit Entscheidungsträgern, Erkundungstouren etc. Lassen sich solche Themen mit dem chormusikalischen Programm in Übereinstimmung bringen, ist der Erfolg vorprogrammiert. So kann Chorliteratur in den inhaltlichen Zusammenhang gestellt werden oder chormusikalisch erarbeitete Werke in einer Jugendaktion auf einem belebten öffentlichen Platz die Aufmerksamkeit auf das Thema lenken. Es lassen sich auch Fähigkeiten aus- und einüben, die im Choralltag nützlich sind, z. B. eine Layout-Schulung zur Erstellung von Chor-Flyern oder eine Schulung zum Umgang mit persönlichen Daten, verbunden mit der Einrichtung einer gemeinsamen Plattform der an der Begegnung beteiligten Jugendlichen im Internet. Entscheiden Sie nicht allein, was für die Jugendlichen interessant sein könnte, sondern beziehen Sie sie in die Ideen- und Themenfindung mit ein. Die Vorteile sind offensichtlich: Das Thema interessiert sie garantiert, sie identifizieren sich stärker mit dem Projekt und sind besonders engagiert.

Jugendliche und junge Erwachsene können darüber hinaus viele organisatorische Aufgaben bei der Vorbereitung, Umsetzung und Nachbereitung eines Internationalen Jugendchorprojektes selbst übernehmen. Es bedeutet nicht immer, dass die erwachsenen Organisatoren weniger zu tun haben, denn die Jugendlichen müssen in unserer wenig kinderfreundlichen Gesellschaft betreut und angeleitet werden, z. B. indem Informationen, etwa Verträge, altersgerecht aufbereitet werden. In diesem Fall sollten die Erwachsenen, die für die Organisation zuständig sind, ihr Aufgabenfeld bewusst von der Organisation zur Betreuung verschieben, also statt bspw. Angebote von Busunternehmen selbst einzuholen, diese Aufgabe einem Jugendlichen oder jungen Erwachsenen zu übertragen. Statt sich selbst ein Programm auszudenken, könnte man am Rande einer Chorprobe die Ideen der jungen Sänger_innen sammeln. Statt Briefe an die Eltern zu schreiben oder Finanzpläne selbst aufzusetzen, können interessierte Jugendliche darin angeleitet werden. Statt in Eigenregie Partner im Ausland zu suchen, werden die Jugendlichen um Rat gefragt und nutzen ihre Bekanntschaften. Noch mehr Selbstbeteiligung können die Erwachsenen einräumen, wenn sie ihr Aufgabenfeld bewusst von der Organisation zur Steuerung verschieben, also die Gesamtgruppe in die anstehenden Aufgaben einführen, die Koordination einer Kleingruppe daraus übertragen und anschließend den jungen Sänger_innen nur für Fragen zur Verfügung stehen. Auf diese Weise schaffen Sie die bestmöglichen Rahmenbedingungen für eine freie Persönlichkeitsentwicklung ihrer jungen Sänger_innen. Verantwortung übernehmen, Ergebnisse eigener Arbeit sehen, Anerkennung bekommen, Stärken entwickeln, sich ohne Leistungsdruck ausprobieren, Entscheidungsprozesse erleben und eigene Vorstellungen im Austausch mit anderen entwickeln – das sind nur einige Stichworte, die üblicherweise in diesem Zusammenhang fallen. Reichen diese Argumente nicht aus, denken Sie an die Nachwuchsförderung: Die Chorarbeit gewinnt auf diese Weise neue Facetten, die für neue Sänger_innen und ehrenamtliche Aktive interessant sein könnten. Andersherum können auf diese Weise junge Sänger_innen und gelegentlich engagierte Ehrenamtliche die Vereinsarbeit für sich entdecken. Schließlich können Sie vielleicht schon beim nächsten Jugendaustausch die gesamte Organisation jungen Menschen übergeben, ohne selbst für jede Frage zur Verfügung stehen zu müssen.

Wenn Sie das Projekt als Beteiligungsprojekt durchführen, können Sie dieses Merkmal außerdem als Teil der methodischen Gestaltung der Begegnung deklarieren, denn eine solche Förderung der Jugendlichen ist in jedem Fall im Sinne des Geld- und Gesetzgebers.

 

Informationen zur interkulturellen Bildung

In seiner Stellungnahme "Interkulturelle Bildung – eine Chance für unsere Gesellschaft" aus dem Jahr 2007 unterstreicht der Deutsche Kulturrat, dass die interkulturelle Bildung das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen fördert. Interkulturelle Kompetenz wird in diesem Zusammenhang als Ziel der Allgemeinbildung verstanden und nicht allein den Künsten zugewiesen. In seiner Stellungnahme beschreibt der Deutsche Kulturrat interkulturelle Bildung so: "Interkulturelle Bildung ist auf der Seite des Individuums diejenige Fähigkeit, die die gesellschaftlich vorhandene kulturelle Vielfalt produktiv zu bewältigen gestattet."

Dass internationale Jugendchorprojekte der optimale Ort sind, interkulturelle Kompetenzen zu fördern, leuchtet ein. Doch wie kann das methodisch aussehen?

Wir haben Ihnen eine Liste mit Materialien und Informationen zusammengestellt, anhand derer Sie sich über das Thema „interkulturelle Bildung“ im Allgemeinen informieren und methodische Anregungen zur Umsetzung Ihres Projektes finden können. Eine eigene Publikation der Deutschen Chorjugend zu diesem Thema wird gerade erarbeitet.

  • Ein Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema „Interkulturelle Bildung – eigentlich eine Selbstverständlichkeit?“, aus dem der einleitende Absatz stammt, finden Sie hier.

  • Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen hat eine eigene Website zum Thema veröffentlicht. Hier finden Sie unter anderem einen kleinen Selbsttest, mit dem Sie Ihre Kenntnisse über andere Kulturen testen können. Zur Website gelangen Sie hier.

  • Die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch hat zur sprachlichen Vorbereitung einer Jugendbegegnung die Methode der Sprachanimation entwickelt, die auch für andere Sprachen anwendbar ist. Wie sie funktioniert erklärt die DRJA hier.

  • Die Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland hat eine Toolbox speziell zur Vorbereitung internationaler Jugendbegegnungen veröffentlicht. Sie beinhaltet eine allgemeine Einführung, eine Methodenbox und Hinweise zu weiterführender Literatur. Sie finden die Toolbox hier.

  • Das Interkulturelle Zentrum (IZ) Wien hat die Broschüre 'VIELFALT erLEBEN – GEMEINSCHAFT GESTALTEN! Methoden, Übungen und Projektideen für Schule und Jugendarbeit' entwickelt. Die vorgestellten Methoden und Projektideen eignen sich für Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren. Je nach individuellen Bedürfnissen (Gruppengröße, Alter der Teilnehmer_innen, zur Verfügung stehende Ressourcen etc.) können die einzelnen Übungen angepasst werden. Herunterladen können Sie die Broschüre (72 Seiten, pdf-Format) hier.

         

Informationen zur methodischen Gestaltung der Begegnung

Internationale Jugendchorprojekte dienen auch der Persönlichkeitsentwicklung. Singen ist Klang und Musik, Bildung und Unterhaltung, Integration und Gruppendynamik, Gemeinsamkeit und Gemeinschaft, kulturelle und persönliche Entwicklung der Jugendlichen, Körpererfahrung und Erfahrung der Selbstwirksamkeit, Gestaltung der Stimme und Töne, Interaktion und vieles mehr.

All diese Aspekte entfalten sich in einer kurzzeitig bestehenden Gruppe, wie während einer Internationalen Jugendbegegnung, anders als in einem beständig gemeinsam probenden Chor. Diese Effekte lassen sich gezielt fördern bzw. können sogar zum Mittelpunkt der Programmgestaltung werden.

Einige methodische Beispiele finden Sie bereits im Kapitel „Interkulturelle Bildung“. Zusätzlich haben wir Ihnen hier eine Linkliste mit Beispielen und Ideen für die allgemeine methodische Gestaltung Ihrer Begegnung zusammengestellt.

  • Die Dokumentation des im Auftrag von JUGEND in Europa durchgeführten Seminars „Kulturen er-leben!“ enthält eine Zusammenstellung von erlebnispädagogischen Methoden für die internationale Jugendarbeit. Diese finden Sie hier.

  • Der Landesjugendring Niedersachsen bietet auf der speziell für Smartphones und Tablets optimierten Webseite nexttools.de jede Menge Spiele, Methoden und Ideen für die Jugendarbeit. Die Webseite finden Sie hier.

  • Die Naturfreundejugend Deutschland hat eine Broschüre mit Spielen, Methoden und Rezepten zum Thema „Vielfalt von Küchen und Esskulturen in der Welt“ herausgegeben. Diese finden Sie hier.

  • Der Landesjugendring Berlin hat ein Handbuch zur Jugendleiter_innen-Ausbildung herausgegeben, in dem ebenfalls viele Spiele und Methoden für die Gestaltung von Gruppenfreizeiten vorgstellt werden. Einzelne Beispiele finden Sie hier.

  • Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet eine Datenbank für Methoden des Unterrichtens an, von denen einige auch für Freizeiten sehr gut anwendbar sind. Den Methodenkoffer finden Sie hier.

       

Tipps zur Erstellung des Verwendungsnachweises

Da bei dieser Förderung Mittel des Bundes ausgeschüttet werden, muss sie auch nach den Vorgaben des Bundes abgerechnet werden. Das erscheint oftmals sehr umständlich, mit der richtigen Vorbereitung ist aber auch das schnell und ordnungsgemäß gemacht. Im Folgenden geben wir Ihnen einige Hinweise zu den auszufüllenden Formblättern. Bitte lesen Sie diese vor der Begegnung und bereiten die Unterlagen so weit wie möglich vor. Die formalen und inhaltlichen Kriterien sind auch hier einzuhalten.

Sachbericht

Hier beantworten Sie vorformulierte Fragen. Beziehen Sie sich dabei immer auf die im Antrag beschriebenen Ziele der Begegnung und beschreiben die genutzten Methoden und erzielten Ergebnisse. Auch die Inhalte der Vor- und Nachbereitung können hier ggf. beschrieben werden. Zu den Themengebieten „Migration“ und „Gender Mainstreaming“ müssen Sie gesonderte Angaben machen. Hier beschreiben Sie, in welcher Form diese Themen bzw. Prinzipien in Ihrem Chor oder bei der Reise behandelt werden. Auch wenn Sie spontan sagen würden „Das spielt bei uns keine Rolle“ – beide Themen sind unterbewusst immer präsent. Sollten Sie hier Probleme bei der Formulierung haben, stehen wir Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite.

Teilnehmer_innenliste

Die Teilnehmer_innnliste ist das wichtigste Dokument von allen! Nach der hier aufgeführten Anzahl von Teilnehmer_innen bemisst sich letztendlich die Höhe der Förderung, es ist also besonders wichtig, dass die Liste korrekt ausgefüllt wird. Es müssen sich alle Teilnehmer_innen, sowie die Leitungs- und Betreuungspersonen mit Namen, Anschrift, Alter, Funktion während der Reise (bei Menschen ab 27 Jahren) sowie der originalen Unterschrift eintragen. Der_die Leiter_in der Begegnung bestätigt abschließend auf jeder Seite der ausgefüllten Liste die Anwesenheit der eingetragenen Personen mit seiner_ihrer originalen Unterschrift. In dem zum Download bereitgestellten Formblatt finden Sie Beispieleintragungen, an denen Sie sich orientieren können.

Es empfiehlt sich, die Liste bereits vor Beginn der Begegnung soweit vorauszufüllen, dass die Jugendlichen und Betreuungspersonen möglichst nur noch unterschreiben müssen. So haben Sie zum einen die Sicherheit, dass alle Angaben vollständig sind, zum anderen haben Sie direkt eine Übersicht, ob noch jemand fehlt.

Statistische Mitteilung

Hier tragen Sie die Anzahl und Struktur der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen bei der Begegnung, sowie die Gesamtkosten und Höhe der KJP- und öffentlichen Förderung ein. Auch wenn bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Verwendungsnachweises noch keine KJP-Fördermittel abgerufen wurden, müssen sie dort schon eingetragen werden.

Kosten- und Finanzierungsplan

Hier tragen Sie die real entstandenen Kosten und dem gegenüber die real erzielten Einnahmen ein. Sollten sich die Angaben wesentlich von denen im Antrag unterscheiden, begründen Sie dies bitte nachvollziehbar. Der abschließende Kosten- und Finanzierungsplan muss von einer vertretungsberechtigten Person unterschrieben werden.

Belegliste

Hier tragen Sie in chronologischer Reihenfolge alle im Zusammenhang mit dem internationalen Jugendchorprojekt getätigten Ausgaben mit Angabe des Beleg- und Zahlungsdatums, sowie des Verwendungszwecks und des Zahlungsbetrages ein.

Belege

Reichen Sie uns die Belege über die Ausgaben, die bezuschusst werden können, in Kopie ein. Bei Inlandsmaßnahmen sind es vor allem die Unterkunfts‐ und Verpflegungsausgaben, bei Maßnahmen im Ausland die Fahrtkosten. Bei Flugreisen sind die Flugtickets im Original und die Flugkostenrechnung mit der Angabe sämtlicher Reisenden einzureichen. Sonstige Originalbelege sind in Ihrer Buchhaltung für eine eventuelle Prüfung zur Einsicht enstprechend der gesetzlichen Regelungen vorzuhalten. Wir gehen von der im Geschäftsverkehr üblichen Belegführung aus.

 

Formulare und Informationen zum Download

Info-Blatt Zuschüsse für Internationalen Austausch Download

Vor der Begegnung

Formular Anmeldung des Projektes Download

Formular Antrag Download

Formular Kosten- und Finanzierungsplan Download

Formular Anmeldung zum Fachtag für Internationale Jugendchorprojekte Download

Der Weiterleitungsvertrag wird per Post zugeschickt

Während der Begegnung

Formular Teilnehmer_innenliste Download

Nach der Begegnung

Formular Sachbericht Download

Formular Teilnehmer_innenliste ausgefüllt

Formular Statistische Mitteilung Download

Formular Kosten- und Finanzierungsplan in endgültiger Form

Belegliste Download

Belege für geförderte Ausgaben in Kopie (die Originale verwahren Sie bitte in Ihren Unterlagen auf)

 

Kontakt

Felicia Siotto
Deutsche Chorjugend e.V. • Alte Jakobstr. 149 • 10969 Berlin
Tel. (030) 84 71 089-53
Fax (030) 84 71 089-59
felicia.siotto@deutsche-chorjugend.de


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