Chorjugend-Adventskalender 2020

Die Chorjugend versüßt euch den Advent:

Die Bundesvorstandsmitglieder, die Vorsitzenden der Landeschorjugenden und die Mitarbeitenden der DCJ-Geschäftsstelle geben euch jeden Tag einen praktischen Tipp aus unseren vier Arbeitsbereichen musisch-kulturelle Bildung, Jugendpolitik/Jugendbeteiligung, ehrenamtliches Engagement und internationaler Austausch.

#1 Tipp: Mira Faltlhauser

„Ihr habt eine Idee, was in eurem Chor optimiert werden könnte oder habt einfach nur Lust, zu unterstützen? Dann packt es an! Wenn ihr einen aktiven Vorstand an eurer Seite habt, ist das viel wert und ihr könnt euer Anliegen an diese herantragen.

In allen anderen Fällen ist es wichtig, dass ihr euch Verbündete sucht, die euer Anliegen teilen und hinter euch stehen. Dann ist es wesentlich einfacher! Überlegt doch mal, was ihr selbst in die Hand nehmen könnt!
Braucht euer Chor schon lange mal neue Chorkleidung? Habt ihr eine Idee für ein nächstes Konzert? Oder wer betreut bei euch die Social Media-Kanäle? Nehmt euch doch gerne ein paar Minuten und überlegt ein wenig! Wenn ihr Fragen habt oder Tipps braucht, was man alles so machen kann, meldet euch einfach bei mir!“ mira.faltlhauser@deutsche-chorjugend.de

#2 Tipp: Marie-Lena Olma

„Kulturelle Teilhabe bedeutet, dass jedes Kind und jede*r Jugendliche die Möglichkeit hat zu erleben, wie schön das gemeinsame Singen ist und welche Wirkung es hat – unabhängig vom Geldbeutel und vom Bildungshintergrund der eigenen Familie. Chorprojekte, die Kindern und Jugendlichen kulturelle Teilhabe ermöglichen, sind also sehr wichtig.

Wenn ihr eine super Idee habt und ein tolles Projekt initiieren wollt, um kulturelle Teilhabe für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen: Erwartet nicht, dass eure Zielgruppe zu euch kommt, sondern geht auf sie zu, teilt eure Begeisterung für das Projekt mit ihnen und vor allem: Lasst sie mitgestalten!“

#3 Tipp: Stefanie Herrmann

„Persönliche Begegnung sind nicht zu ersetzen, #internationale Chorbegegnungen schon gar nicht. Dennoch ist es wichtiger denn je, den Kontakt zu euren singbegeisterten Freund*innen auf dem ganzen Globus zu suchen und zu halten!

Die gute Nachricht: Der virtuelle Raum kennt keine Grenzen! Deshalb versucht erst gar nicht, die real-life-Begegnung 1:1 nachzuahmen. Nutzt die Chance, out-of-the-box zu denken und euch mal auf ganz andere Weise zu begegnen!

Wie wär’s mit einem gemeinsamen Musikvideo, das auf dem ganzen Globus verteilt stattfindet? Einem gemeinsamen Song-Writing-Camp?Oder einem vielseitigen Chor-Workshop-Programm, in dem ihr euch mit ganz verschiedenen Musiktraditionen auseinandersetzt?

Egal, was ihr euch vorstellt: Probiert euch aus – wir unterstützen euch dabei, eure Pläne möglich zu machen!“

Mehr Infos hier.

#4 Tipp: Johannes Pfeffer

„Die Corona-Pandemie hat uns alle in die digitale Zukunft katapultiert. Vieles, was wir ‚irgendwann mal ausprobieren‘ wollten, war von einem auf den anderen Tag der Normallfall. So auch virtuelle Meetings, Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlung.

Ich bin mir sicher, dass wir zukünftig die Frage, wie z.B. ein Vorstandstreffen stattfindet, davon abhängig machen, was das Ziel ist. Mit der Abwägung von Aufwand- und Nutzen sind der Informationsaustausch oder Abstimmungen virtuell im Vorteil. Deshalb haben wir gemeinsam mit anderen Chorverbänden ein Tool für sichere Online-Wahlen und -Abstimmungen entwickelt, das auch bei Präsenzveranstaltungen genutzt werden kann.

Kreative Prozesse profitieren hingegen häufig von physischen Treffen. Die richtige Methode macht das Ergebnis aus!“

#5 Tipp: Judith Reitelbach

Passend zum Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember verrät Judith Reitelbach, wie die Chorjugend im Fränkischen Sängerbund Ehrenamtliche einbindet.

„Wie Ehrenamtliche in die eigene Chorjugend einbinden? Ich glaube einer unserer ‚Geheimtipps‘ ist das Chorjugend-UPDATE.

Der Grundgedanke: Ein Team performt besser als ein*e Superwo*man. Wir haben irgendwann gemerkt, dass wir mehr ‚lockeren‘ Austausch und gemeinsames Brainstorming untereinander brauchen – statt vieler Ketten von 2-Personen-Telefonaten und der 1-Personen-Konzept-Ideenschmiede. Deshalb haben wir das CJ-UPDATE ins Leben gerufen.

Alle 2 Wochen tauschen wir uns zu verschiedenen Themen aus und beschränken die Zeit auf 60 Minuten. Wir treffen uns zu einem Zeitpunkt an dem alle können und den wir flexibel auch mal jedes halbe Jahr an neue Dienstpläne/Vorlesungszeiten/Kinder-ins-Bett-Geh-Zeiten anpassen. Im Moment ist’s bei uns mittwochs um 20:30 Uhr.

Was passiert bei einem CJ-UPDATE?

  • Vernetzung von Hauptamt (Mitarbeitende der Geschäftsstelle) und Ehrenamt (Jugendpräsidium) . Je nach Thema kommen auch weitere Personen hinzu, z.B. Mitglieder eigenständige Chorjugenden auf Sängerkreisebene, Gesprächspartner*innen aus dem Fränkischen Sängerbund, externe Ansprechpartner*innen…
  • Immer zu einem Hauptthema zu aktuellen Themenbereichen, die unsere Chorjugend beschäftigen. Z.B. Ideen für einen Jugendraum für das Chorzentrum Weißenohe.
  • Jede*r kann teilnehmen, da das Ganze schon vor Corona ein digitales Format war (= Videocall)
  • Nach den 60 Minuten gibt es meist noch für alle, die Lust und Zeit haben,  einen gemeinsamen „Cooldown“ um noch kurz mal mit jemandem thematisch zu quatschen ???? oder sich auch einfach mal privat auszutauschen.“

#6 Tipp: Lea Wolpert

„Singen mit Kindern hat in unserer Gesellschaft nicht den Stellenwert, den es verdient, was man schon daran merkt, dass sich viele Eltern scheuen mit ihren Kindern zu singen. Sie unterschätzen ihre Fähigkeiten und denken vielleicht, dass sie nicht gut genug singen können.

Dabei kommt es nicht darauf an, perfekt zu singen. Das Wichtigste ist es, den Spaß, den man selbst am Singen hat, den Kindern zu vermitteln.

Das Erfolgsrezept fürs Singen mit Kindern ist also Authentizität. Singe ich selbst ein Stück gerne, kann ich auch andere dafür begeistern.

Natürlich gibt mir eine gute Ausbildung meiner Stimme, meines Instrumentalspiels und meines methodischen Repertoires dabei viel mehr Sicherheit. Damit steigt dann auch der Spaß, der bei aller Kompetenz immer noch an erster Stelle stehen sollte.“

#7 Tipp: Tobias Borho

„Wenn ihr Politiker*innen für Chorarbeit begeistern wollt, müsste ihr die Kompetenzen nutzen, die ihr habt. Unterschätzt dabei nie die Kraft des gemeinschaftlichen Chorgesangs!

Singt vor dem Rathaus oder macht einen Termin mit eurer Abgeordneten/eurem Abgeordneten aus und singt ein paar Weihnachtslieder zusammen. Beachtet dabei natürlich die jeweiligen Corona-Auflagen. Erlaubt ist alles was auffällt, in Erinnerung bleibt und sich marketingtechnisch gut verwenden lässt.

Bezieht Politiker*innen in den Chorgesang mit ein, damit sie erleben, welche Bedeutung wir für das Gemeinschaftsleben in den Kommunen haben!“

#8 Tipp: Stefanie Heller

Passend zum Tag der Bildung am 8. Dezember verrät uns Stefanie Heller von der Chorjugend im Chorverband Berlin, was bei einem pandemietauglichen Jugendchorworkshop wichtig ist.

„Mein Tipp für einen pandemietauglichen Jugendchorworkshop: Unsere Chorjugend in Berlin hat im September den ersten pandemietauglichen Jugendchorworkshop (der Welt) durchgeführt – mein Tipp für alle, die uns nachfolgen: Loslassen.

Habt ihr erstmal die Rahmenbedingungen abgesteckt und für die Sicherheit aller durch Wegeleitsysteme, Hygienestationen und nette Erinnerungsschilder (die auf die Maskenpflicht hinweisen) gesorgt, habt ihr im Prinzip alles getan, was in eurer Macht steht. Kontrolle und Misstrauen sind nicht verkehrt, sollten sich aber auf eure eigene Planung beschränken. Ein pandemietauglicher Jugendchorworkshop ermöglicht Gemeinschaft auf Abstand und schafft einmalige Erinnerungen.

Wo im Moment physische Lücken geschaffen werden müssen, entstehen starke zwischenmenschliche Brücken. Chor can do it! So anders wir momentan auch planen, denken und handeln müssen, es ist nötig, pandemietaugliche Formate zu schaffen, und es ist möglich. Unsere Erfahrungswerte sind durchweg positiv, und ich wünsche allen Chorjugenden, dass sie ihre Chancen nutzen.“

#9 Tipp: Christian Wulff

„Mein Geheimnis für euch: lasst eurer Kreativität freien Lauf, sucht euch einen ehrenamtlichen Verein, in dem ihr euch einbringen und engagieren könnt – besonders lege ich euch natürlich ans Herz, einem Chor beizutreten. Ihr werdet begeistert sein, welche Kraft und welche Freude ihr dadurch erhaltet, wieviel Energie freigesetzt wird!

Im Ehrenamt aktiv zu sein, bedeutet Solidarität zu zeigen und zu leben. Ihr investiert in eure Persönlichkeit. Ohne starke, ehrenamtliche Verbände würde unsere Gesellschaft gar nicht funktionieren. Ihr werdet als die junge Generation Vorbild für viele sein und eure Erfahrungen weitergeben. In euren Händen liegt die Zukunft: die Zukunft der Solidarität und des Miteinanders!

Während der Pandemie weichen wir auf tolle alternative Formate aus. Viele Verbände sind online und auf sozialen Plattformen zu finden. Bekanntlich werden nach entbehrungsreichen Zeiten die größten Feste gefeiert. Lasst uns darauf freuen und uns vorbereiten!“

#10 Tipp: Cornelia Schmitz

„Ehrenamtliche engagieren sich in ihrer Freizeit und unentgeltlich – das verdient Anerkennung! Deshalb ist bei der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen eine ehrliche und regelmäßige Wertschätzung das A und O.

Die Chorjugend wird maßgeblich von Ehrenamtlichen gestaltet: Vor Ort in den Chören, in den Sängerkreisen, in den Landeschorjugenden, in Arbeitsgruppen und im Bundesvorstand.

Wie können wir als Hauptberufliche dieses große Engagement wertschätzen? Mein Tipp: Findet heraus, worüber sich welche der bei euch ehrenamtlich Engagierten am meisten freuen: Ist es eine öffentliche Danksagung auf der nächsten Mitgliederversammlung? Ein Feedbacktelefonat? Oder eine kleine Aufmerksamkeit, die ihr per Post als Geschenk verschickt? Schließlich tickt jede Person anders. Schaut dann in einem zweiten Schritt, welche Formen der Anerkennung in eurer Chororganisation regelmäßig machbar sind.“

#11 Tipp: Julia Feurich

„Geld zu beschaffen kann erstmal nach einer großen Aufgabe klingen – es kann aber auch Spaß machen!

Besonders, wenn ihr dies ehrenamtlich stemmt, ist es gut, ein kleines Finanz-Team zu bilden, um euch die verschiedenen Aufgaben aufzuteilen. Ihr könnt zum Beispiel die ersten Anrufe bei Fördermittelgeber*innen zusammen machen, um euch Mut zu machen und gemeinsam Erfahrungen zu sammeln.

Es gibt viele Fördermöglichkeiten, die Chöre und Chorjugenden nutzen können. Die Kunst besteht darin, im Dschungel der öffentlichen und privaten Geldgeber*innen die passenden Fördertöpfe für den eigenen Verein zu finden. Neben den öffentlichen Mitteln der EU, des Bundes, der Länder und Kommunen ist auch die private Förderung eine Möglichkeit: Stiftungen, Crowdfunding oder Sponsoring durch Unternehmen. Chorjugend-Mitglieder können sich gerne mit ihren Fragen bei mir melden!“

#12 Tipp: Lisa Meier

„Pop-/Jazzchorarbeit mit Jugendlichen – so flowt’s!

#Authentizität

Nur wenn wir authentisch sind und das auch ausstrahlen, können wir zu den Vorbildern werden, an denen Jugendliche sich orientieren wollen.

Welche Musikrichtung und welche Chorstücke kannst du authentisch vermitteln? Niemand sollte Popmusik im Chor nur deshalb singen, weil es gerade angesagt ist.

#Groove

Pop- und Jazzmusik lebt vom Groove. Dazu gehören Bewegung und ein gutes Körpergefühl. Rhythmen üben und sich als Chor gemeinsam eingrooven kann man in jedes Einsingen einbinden, zum Beispiel mithilfe von Silbensprache und Call/Response.

#Partizipation

Interessierst du dich für die Musik, die deine Chorsänger*innen mögen und in ihrer Freizeit hören? Nah an den Jugendlichen dran zu sein und sie in musikalische Entscheidungsprozesse einzubinden unterstützt Motivation und Gruppenzusammenhalt!“

#13 Tipp: Anna Wiebe

„Sie ist Französin, also ist sie …

Er ist Pole, also ist er …

Na, hat das Gehirn schön fleißig die Sätze vervollständigt? Die erlernten und unbewussten Schubladen im Kopf sind häufig trügerisch.

1. Es ist falsch davon auszugehen, dass ethnische und nationale Grenzen übereinstimmen. (Alle Engländer leben in GB?) 

2. Es ist rassistisch anzunehmen, dass eine ethnische Zugehörigkeit zwingend mit bestimmten Charaktereigenschaften zusammenhängt. Auch positive Zuschreibungen sind rassistisch. (Alle Deutschen sind ordentlich?) 

3. Es ist es falsch anzunehmen, dass das Aufwachsen in einer bestimmten Region eine Person überhaupt am meisten prägt, und nicht andere Persönlichkeitsmerkmale, ob genetisch oder umwelt-geprägt. (Was macht dich mehr aus, dass du in Bremen aufwächst oder dass du schon immer im Chor gesungen hast?)

Wir sollten davon ablassen, fremde Kulturen verstehen zu wollen, (denn es gibt sie nicht, ,die’ Kultur) und lieber dazu übergehen, unbekannte Menschen verstehen zu wollen. Ohne Zuschreibung zu ihren Herkünften. Es sei denn, sie sind der Person selbst so wichtig, dass sie bestimmte Persönlichkeitsmerkmale darauf zurückführt.“

#14 Tipp: Judith Völkel

„Vereine sind die Motoren unserer Zivilgesellschaft!

Ohne sie wäre unsere Gesellschaft nicht so vielfältig und lebendig und könnte nicht so rasch auf gesellschaftliche Veränderungen eingehen.

Auch wenn Vereinsstrukturen teilweise als veraltet und zu bürokratisch betrachtet werden, so bieten sie viele Vorteile. Insbesondere für die #Fördermittelakquise bei öffentlichen Geldgebern stellt der eingetragene Verein die wesentliche Grundlage dar, um an #Fördergelder zu gelangen.

Wie ihr einen Verein gründet, wie die Finanzverwaltung erfolgreich gelingen kann, wie sich die Vorstandstätigkeit gut organisieren lässt und welche rechtlichen Fragestellungen zu beachten sind erfahrt ihr zum Beispiel hier:

  • Broschüre „Management im Kinder- und Jugendchor“ der Deutschen Chorjugend: Download PDF

#15 Tipp: Carole Martiné

„Kinder werden im Kinderchor musikalisch mündig. Der Begriff ‚musikalische Mündigkeit‘ * steht für diese musikpädagogische Haltung:

  • Kinder im Kinderchor in ihrer Musikalität und Kreativität fördern
  • Aber auch: Kinder durch Musik in ihrer Entwicklung zum mündigen Menschen zu unterstützen!

Wie das geht?  Zum Beispiel durch Folgendes:

  • Kinder bekommen im Kinderchor bewusst Möglichkeiten zur gleichberechtigten Mitgestaltung.
  • Machtverhältnisse zwischen Erwachsenen und Kindern werden kritisch reflektiert.
  • Kindern werden Selbstwirksamkeit-Erlebnisse ermöglicht.

Die musikalisch-ästhetischen UND die pädagogisch-sozialen Potentiale von Musik sind für eine gute Kinderchorarbeit gleichermaßen wichtig! Diese sind als Einheit in Balance zu bringen. Wir vom Kinderchorland-Team unterstützen euch gerne dabei!“

#16 Tipp: Michael Gerheim

„Nicht nur aktuell haben Chöre eine wichtige Funktion. Wir sorgen für gelebte Gemeinschaft. Wir bringen nicht nur uns und unseren Angehörigen, sondern auch vielen Freunden, Bekannten und Fremden z.B. bei Konzerten oder Besuchen in Seniorenheimen Freude und Glücksgefühle. Wir bewegen und berühren die Menschen durch die gesungenen Worte und den Klang der Musik oder geben vielen Anlässen einen feierlichen Rahmen.

Genau das müsst ihr immer wieder an eure Funktionsträger*innen im Ort und in der Region herantragen. Ihr habt das Recht dazu, dass euch zugehört wird. Macht auf euch und uns aufmerksam und ihr werdet sehen: Von Bürgermeister*innen, Landrät*innen, den Sparkassen, Banken und vielen mehr bekommt ihr ganz leicht Hilfe, sei es finanziell oder durch (Frei-)Räume für die Chorarbeit!“

#17 Tipp: Maximilian Stössel

#1 PERSÖNLICHE ERFOLGSERFAHRUNGEN
Persönliche Erfolgserfahrungen bei ähnlichen Herausforderungen haben den mit Abstand größten Einfluss: „Hab‘ ich schon oft gemacht, kriege ich hin!“

#2 STELLVERTRETENDE ERFOLGSERFAHRUNGEN
Erfolgserfahrungen kann man aber auch stellvertretend durch Beobachtung machen: „Wenn der/die das hinbekommt, kann/will ich das auch!“. Dieser Effekt wird meist unterschätzt! Knackpunkt: Sich mit anderen vergleichen, kann auch frustrieren. Stellvertretenden Erfolgserfahrungen funktionieren am besten über soziales Lernen zwischen Menschen, die sich als ähnlich und sympathisch empfinden. 

#3 RÜCKMELDUNGEN / SPRACHLICHE ÜBERZEUGUNG
Der Effekt von Rückmeldungen wird oft überschätzt. Andere sagen zu mir: „Du schaffst das! Ich glaub an dich!“, aber das führt noch lange nicht dazu, dass ICH das fühle und glaube. Wie können Zuspruch & Rückmeldungen überzeugen? Vor allem, wenn sie an (persönliche/stellvertretende) Erfolgserfahrungen erinnern & sich auf beeinflussbare Ursachen beziehen! „Guck mal: Du hast schon X & Y geschafft! Das war auch schwierig! Aber weißt Du noch, was Du dann getan hast? Und wie Du gewachsen bist? Und wie Du am Ende X & Y gerockt hast!? Das kannst Du mit Z auch schaffen!“ 

#4 PHYSIOLOGISCHE & EMOTIONALE ZUSTÄNDE
Wenn sich ein Mensch wach/müde, gut/schlecht gelaunt und gesund/krank fühlt, dann ist sein Selbstvertrauen grundsätzlich höher/niedriger.

Wenn Du mit Chören/Gruppen arbeitest, dann frage dich:
„Wie kann ich Erfolgsmomente-Manager*in für meine Gruppenmitglieder werden?“

Wenn Du Interesse hast an Antworten und an Methoden, Tipps & weiteren Erkenntnissen aus der Pädagogik & Psychologie dazu, dann haben wir eine gute Nachricht für dich: Dazu gibt’s Online-Workshops von Maximilian Stössel!

Bei Interesse schreibe einfach eine E-Mail an info@deutsche-chorjugend.de. Wir melden uns bei dir mit weiteren Infos.

#18 Tipp: Friederike Hartmann

„Mit Ehrenamtlichen zusammenzuarbeiten ist etwas sehr Schönes. Die Leidenschaft der Ehrenamtlichen erinnert uns Hauptberufliche bei den vielen To Dos im Tagesgeschäft immer wieder an das Wesentliche unserer Arbeit: Für das Singen einzutreten!

Mein Tipp für die Arbeit mit Ehrenamtlichen: Wechselt regelmäßig die Perspektive. Versetzt euch in die Engagierten hinein: Wo genau drückt bei ihnen der Schuh? Über welche Art der Wertschätzung ihres Engagements freut sich welche Person besonders?

Ich würde außerdem dazu raten, die Anliegen von Ehrenamtlichen mit Feingefühl zu erfragen, statt ihnen die ‚Pistole auf die Brust‘ zu setzen.“

#19 Tipp: Alana Brandt

Nichts ist mehr Jugendbeteiligung, als eine Chorjugend in einem Bundesland zu gründen! Alana Brandt, Referentin für die Chorjugend im Niedersächsischen Chorverband gibt uns einen Einblick, was in Niedersachsen gerade so geht:

„Mein Tipp zum Thema Jugendbeteiligung: Sichtbarmachung und Vernetzung. Es gibt eine bunte Kinder- und Jugendchorszene in Niedersachsen und wir sind dabei dieser einen wichtigen Platz in unserer Verbandsarbeit einzuräumen.

Dazu soll es einen neuen Bereich auf der Website geben und Workshopangebote die zum einen für die Kinder- und Jugendchorleiter*innen, als auch für die Sänger*innen spannend sein sollen. Dies soll die Basis bilden für andauernde lebendige und innovative Chorarbeit.

Gerade arbeiten wir an Ideen, wie zum Beispiel Team-up Formaten, in denen wir Chorvorständen, Chorleiter*innen und jugendlichen Sänger*innen aus den Chören als Team ein kreatives Angebot schaffen wollen.“

#20 Tipp: Hendrike Schoof

„Internationale Chorbegegnungen sind wunderbar und schaffen Verständigung. Doch ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass bei internationalen Austauschen Vorurteile über die ‚anderen‘ manchmal sogar verstärkt werden, wenn sie nicht pädagogisch angeleitet behandelt werden.

Macht daher Vorurteile bei euren internationalen Chorprojekten bewusst zum Thema!

Methoden der vorurteilsbewussten Bildung hat die Deutsche Chorjugend in ihrer Broschüre ,Internationale Chorbegegnungen – Förderung und Praxistipps‘ zusammengestellt:

  • Methode ,Identitätsmoleküle‘
  • Zitronenübung bzw. Erdnussübung
  • Methode: ,Die Gefahr einer einzelnen Geschichte‘
  • Übung zu Wertvorstellungen: ,Die Geschichte von Abigail‘

Download kostenlos hier.

Ihr könnt die gedruckte Broschüre auch kostenlos hier bei uns bestellen.“

#21 Tipp: Nina Ruckhaber

„Wie schafft man es, dass Social Media Posts eine hohe Reichweite erzielen? Es gibt leider kein Patentrezept. Die Algorithmen zum Anzeigen der geposteten Beiträge – gerade auf Facebook – ändern sich immer wieder. Hält man sich jedoch an einige Grundregeln, stehen die Chancen für eine große Reichweite ganz gut.  

Meine Empfehlungen: 

1) Postet kontinuierlich! Der Algorithmus belohnt regelmäßiges Posten und zeigt dadurch eure Beiträge zuverlässiger auf der Timeline an. 

2) Bereitet die Medien je nach Plattform auf. Youtube und Facebook sind z.B. konkurrierende Firmen. Youtube-Links werden somit bei Facebook eher schwach angezeigt. Facebook möchte, dass ihr eure Videos direkt bei ihnen hochladet – und belohnt dies mit hoher Sichtbarkeit der Videos in der Timeline. 

3) Gute Inhalte sind das A und O! Nur attraktiver Content wird diskutiert und geteilt.“

#22 Tipp: Thorsten Potthoff

„Während der Dauer der Corona-Pandemie könnt ihr eure #Juleica-Kurse teilweise digital absolvieren! Auffrischungskurse können sogar komplett digital abgelegt werden. Unter www.juleica.de findet ihr eine Sammlung bundesweiter Kursangebote. Und: Juleicas, die bis zum 30.06.2021 ablaufen würden, werden automatisch um sechs Monate verlängert.“

Was ist die Juleica?

Die Jugendleiter/In-Card (Juleica) ist der bundesweit einheitliche Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter-innen in der Jugendarbeit. Sie dient zur Legitimation und als Qualifikationsnachweis der Inhaber-innen.  
Zusätzlich soll die Juleica auch die gesellschaftliche Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement zum Ausdruck bringen.

#23 Tipp: August Friedrich

Ehrenamt ist eng mit Gemeinschaft verbunden. Was ihr dafür tun könnt, um euer Gemeinschaftsgefühl zu stärken, verrät euch August Friedrich – der Vorsitzende der neu gegründeten Sächsischen Chorjugend:

„Eine erfolgreiche Chorarbeit braucht Motivation und die erreicht man am besten durch ein Gemeinschaftsgefühl. Dadurch stärkt ihr nicht nur die Arbeitsbereitschaft, sondern auch die Kommunikation und die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

In der Praxis bedeutet das:

  1. Arbeitet an kleinen, aber erreichbaren Zielen. Zerlegt große Vorhaben in übersichtliche Schritte, das Erfolgserlebnis nach jeder geschafften Aufgabe wird euch Recht geben.

  2. Schafft Momente, die euch als Menschen verbinden. Egal ob man immer einer Meinung ist, ein gemeinsamer Ausflug oder eine Übernachtung an einem ungewöhnlichen Ort schaffen gemeinsame Erinnerungen. Diese verbindenden Momente überwiegen selbst Charakterunterschiede, die im Ehrenamt oft zusammenkommen.“

#24 Tipp: Kai Habermehl

„Neue Mitglieder für den Chor zu gewinnen wird insbesondere nach Corona zu den Hauptaufgaben unserer Ehrenamtlichen gehören.

Dabei hilft es sich immer selbst bewusst zu machen: Warum singe ich eigentlich selbst so gerne im Chor? Singen macht mich glücklich, hat mir mehr Selbstvertrauen und viele Freunde gegeben und sogar meine Frau fürs Leben habe ich im Chor gefunden. Wir sind musikalische Bildungseinrichtung, Wellness-Oase, Softskill-Training und vieles mehr in einem.

Ich erlebe viele Ehrenamtliche, die beim Mitgliederwerben in eine Jammerhaltung fallen – lasst das! Wir haben ein so wundervolles Hobby – begeistert die Menschen davon, die es noch nicht selbst erfahren haben!“