Fachimpuls: Liedauswahl für den Kinderchor

Ein Fachimpuls von Sonja Dehn

In Zusammenarbeit mit der AG Kinderchorland

Übersicht

Lesedauer:
ca. 09 Minuten

In diesem Fachimpuls findet ihr Hilfestellungen für eine gute und kindgerechte Liedauswahl für euren Kinderchor. Es gibt allgemeine Hinweise, wie man sich bei einer Vielfalt an Literatur Orientierung verschaffen kann, gefolgt von einer Übersicht zu den unterschiedlichen, derzeit am Markt erhältlichen Angeboten. Des Weiteren werden Kriterien beleuchtet, die bei der Entscheidung für oder gegen ein Lied wichtig sind. Abschließend gibt es noch Ideen und Inspirationen, auch kreativ zu denken und Lieder ggf. für eigene Zwecke anzupassen oder zu arrangieren.

Wie kann ich mir auf der Suche nach geeigneter Literatur eine erste Orientierung verschaffen?

1. Wo kann ich Literatur finden? Ein großes Angebot…

2. Wie das passende Lied auswählen? Kriterien für eine gute Liedauswahl

3. Kreative Lösungen

Literatursuche für den Kinderchor

Die Suche nach Liedern für die Kinderchorprobe ist eine spannende Aufgabe – egal ob ihr euch gerade zum ersten Mal auf den Weg macht, mit Kindern zu singen und noch keine Idee habt, wie man am besten vorgehen könnte, oder ob ihr schon lange Chorleitungserfahrung mitbringt: in diesem Fachimpuls wollen wir euch neue Inspiration, Tipps und Ideen geben, wie ihr eine gute Liedauswahl treffen und diese für das Ziel des mündigen Musizierens im Kinderchor nutzen könnt. Dabei stellen wir euch zunächst Ideen vor, wo ihr Lieder finden könnt, um in einem zweiten Schritt anzuregen nach welchen allgemeinen, musikalischen und pädagogischen Kriterien man ein gutes Kinderchorlied auswählen kann.

Wie kann ich mir auf der Suche nach geeigneter Literatur eine erste Orientierung verschaffen?

Ich kann:

  • mich an meine eigene Schul-/Kinderchorzeit erinnern und alte Lieblingslieder hervorkramen.
  • Kollegen*innen befragen und mir dort Tipps und Inspirationen holen.
  • die Kinder im Chor befragen, ob sie Ideen oder Liedvorschläge haben (manche haben schon Sing- und Hörerfahrungen und können sich an etwas erinnern und Vorschläge einbringen).
  • bei den Eltern nachfragen, welche Musik die Kinder gerade gerne hören.[1]
  • an Konzerten von anderen Kinderchören teilnehmen und die Titel der Lieder notieren, die mir gefallen.
  • Liedersammlungen von Singinitiativen (z.B. Toni Singt, JEKISS, Die Carusos) als erste Fundgrube nutzen.
  • im Internet stöbern und Inspirationen finden (z.B. durch Aufnahmen anderer Kinderchöre).
  • in einer Hochschulbibliothek nach Kinderchorliteratur suchen[2]. Auch Kirchen und Schulen haben häufig kleine Bibliotheken mit Sammlungen mit Liederbüchern, die man nutzen kann.
  • in den online-Portalen der Verlage stöbern; viele haben inzwischen Audio-Files zu ihren Liedersammlungen online gestellt, die man sich kostenlos anhören kann (z.B. beim Carus Verlag).

1. Wo kann ich Literatur finden? Ein großes Angebot…

Für das Singen mit Kindern gibt es heute sehr viel unterschiedliche Literatur. Da in der Praxis manchmal gar nicht genügend Zeit für eine umfangreiche Recherche bleibt, stellen wir euch hier exemplarisch Literatur nach unterschiedlichen Kategorien vor. Diese Übersicht soll das große Angebot etwas sortieren und als erste „Fundgrube“ dienen. Darüber hinaus gibt es natürlich eine Fülle anderer Materialien, die jede*r für seine individuellen Rahmenbedingungen dann noch zusätzlich entdecken und ergänzen kann.

Erste Fundgrube – eine exemplarische Übersicht

Es gibt:

Liederbücher für unterschiedliche Altersklassen:

  • Singen mit Kindergartenkindern, z.B. „Toni singt – Handbuch für das Singen in der Kita“ von Andreas Mohr und Barbara Völkel (Schott Verlag) oder „Alle Lieder sind schon da“ der Initiative „Die Carusos“ als brochiertes Buch inkl. CD (Helbling Verlag)
  • Singen mit Grundschulkindern, z.B. „Der kleine Kinderchor – Lieder für Kinder im Grundschulalter“ (Carus Verlag) oder das „Liederbuch Grundschule“, herausgegeben von Frigga Schnelle (Schott Music)
  • Singen mit Kindern bis zum 5./6.Schuljahr, z.B. „chorissimo! Green –Liederbuch für Kinder im Alter von 6-12 Jahren“ (Carus Verlag) oder „Singen ist klasse – 5/6 – Lieder und Chorsätze“, ein Repertoireband für Singklassen von Harald Schneider und Ralf Schnitzer (Schott Music)

Liederbücher/-hefte nach thematischer Ausrichtung

  •  z.B. „Das Kita Jahreszeitenbuch-Spiellieder und Klanggeschichten“ (Klett Kita) oder „Weihnachtslieder aus aller Welt“ (Carus Verlag)

Liederbücher für die Arbeit im kirchlichen Kontext

  • z.B. „Singt für Gott und die Welt – Freiburger Kinderchorbuch“ oder „Mein Herz ist bereit. Lieder über Gott und die Welt für Kinderchor“ (Carus Verlag)

Kanon-Sammlungen

  • z.B. „100 bunte Kanonhits, Sing- und Sprechkanons für jede Gelegenheit“ von Wolfgang Hering (Helbling Verlag) oder „400 Kanons aus 8 Jahrhunderten zu allen Gelegenheiten“ von Hans Jaskulsky (Schott Music)

 

Lieder, Musicals und Singspiele

  • von einzelnen Komponisten: z.B. von Uli Führe, Hella und Klaus Heizmann, Wolfgang König, Günther Kretzschmar, Gerd-Peter Münden, Klaus Wallrath u.a.[3]
  • als kommentiertes Verzeichnis: „Stück für Stück nach Bethlehem“ von Friedhilde Trüün (Carus Verlag). Dieser Wegweiser führt durch viele bekannte und unbekannte Advents- und Weihnachtsstücke; es gibt neben Angaben zu Besetzung und Inhalt der Werke auch Hinweise zur musikalischen und textlichen Qualität der Stücke.

 

Auch digital gibt es Liederdatenbänke oder Orte der Inspiration:

 

Initiativen für das Singen mit Kindern

 

Darüber hinaus gibt es natürlich ein Vielfaches mehr an Kinderchorliteratur. Falls ihr weitere Literaturempfehlungen habt, freuen wir uns über Rückmeldungen und Ergänzungen: Welche Literatur nutzt ihr gerne und warum?

Schreibt einfach eine E-Mail an: clara.schuerle@deutsche-chorjugend.de

 

Die Welt dreht sich jeden Tag ein Stück weiter und wir brauchen Flexibilität und Offenheit in allen Bereichen. So auch bei der Auswahl von Liedern, die Kinder gerne singen. Was heute aktuell ist, kann morgen schon veraltet wirken. Einige Lieder haben schon lange einen Wert, andere wiederum sind kurzlebiger. Es lohnt sich daher immer wieder zu prüfen, inwiefern das eigene Repertoire erweitert werden kann. Vor allem auch im Bereich der Popmusik gibt es ständig neue Songs. Die Branche ist darauf ausgerichtet, neue Hits zu produzieren. Arrangements, die gerade aktuell sind und sich auch für das kindgerechte Singen[6] eignen, findet man häufig gar nicht so einfach. Daher haben wir uns auch dazu entschieden, euch hier keine Literatur im Bereich Popmusik zu empfehlen. Noch ein Tipp: wenn ihr auf Wünsche der Kinder reagieren möchtet und auch aktuelle Hits proben wollt, eignen sich oftmals kreative Ansätze und Herangehensweisen, die ihr unter Punkt 4 unten nachlesen könnt.

 

2. Wie das passende Lied auswählen? Kriterien für eine gute Liedauswahl

Bei der Liedauswahl können ganz unterschiedliche Kriterien eine Rolle spielen. Zunächst sind da Allgemeine Kriterien wie z.B. das Alter der Chorkinder, die Frage, welche Singlage für die Kinder gut und angemessen ist oder welche altersgemäßen Themenwelten in Liedtexten gerade interessant sein können. Ebenso lässt sich aufgrund des Altersdurchschnitts in der Gruppe gut einschätzen, ob die Kinder einen Notentext schon lesen bzw. so auch inhaltlich erfassen können. Dies wiederum nimmt bei der Liedauswahl Einfluss auf die Komplexität, die ein Liedtext haben darf. Wenn die Kinder noch nicht flüssig lesen, können sie die Wörter viel besser durch Gesten und bildliche Hilfen erlernen. Das Textmaterial darf somit nicht zu kompliziert sein. Wenn wir hier vorher eine sinnvolle Auswahl treffen, erspart uns das mühsame Probenzeit, in der die Kinder entweder über- oder unterfordert mit ihrer Aufgabe sind: Durch eine gut auf die Gruppe abgestimmten Liedauswahl erfahren die Kinder schneller positive Ergebnisse und das steigert für alle den Spaß in der Probe.

 

Zu den Allgemeinen Kriterien gehören auch organisatorische Fragen, z.B. ob in nächster Zeit ein Konzert oder eine Aufführung ansteht bzw. ob es dafür inhaltlich-thematische Vorgaben oder ein Motto gibt, das berücksichtigt werden soll. Solche organisatorischen Rahmenbedingungen brauchen ein gutes Gespür. Natürlich haben die meisten Kinderchöre in der Regel die Aufgabe, sich auch öffentlich zu präsentieren. Dennoch sollen Konzerte, Aufführungen oder andere Darbietungen immer ein freudiges Ziel darstellen und nicht zu Druck oder Stress führen. Wir brauchen hier Sensibilität für das Wohl und die Entwicklung der Kinder und es bringt niemandem etwas das ganze Jahr über im „Auftrittsstress“ zu sein, nur damit die Erwartungen seitens der Öffentlichkeit erfüllt werden. Gerade, wenn wir bei der Liedauswahl unterschiedliche Kriterien wie zum Beispiel auch besondere musikalische oder pädagogische Ziele mit in den Blick nehmen wollen, dürfen die allgemeinen Rahmenbedingungen hier nicht dauerhaft das alleinige Entscheidungskriterium für die Liedauswahl darstellen.

 

Auch Persönliche Kriterien können bei der Liedauswahl eine entscheidende Rolle spielen, z.B.: gefällt mir die Musik selbst bzw. kann ich sie auch authentisch vermitteln? Wenn ich beispielsweise einen Liedtext albern finde, ist es gut möglich, dass ich auch in der Vermittlung wenig überzeugend bin. Kinder merken solche Unstimmigkeiten oft sofort und deshalb ist es wahrscheinlich besser, ein anderes Lied zu suchen. Auch im Umgang mit Fremdsprachen ist es wichtig selbst firm zu sein, damit ich den Kindern gegenüber eine Vorbildfunktion einnehmen kann.

 

Wenn wir eine qualitative Kinderchorarbeit anstreben, wollen wir vor allem die musikalisch-ästhetischen und die pädagogisch-sozialen Potentiale in den Blick nehmen.

Denn es gilt:

Kinder wachsen im Chor durch die Stärkung musikalischer und sozialer Fähigkeiten zu selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Sänger*innen heran.

Durch diese Zielsetzung bekommen unsere musikalischen und pädagogischen Entscheidungen für die Liedauswahl eine klare Intention. Die Entscheidung für oder gegen ein Lied erfolgt somit nicht nur zweckgebunden oder willkürlich, sondern anhand ausgewählter Kriterien. Wir können bewusst danach fragen, was die Kinder an einem Lied lernen, entdecken oder üben und wie wir sie auf dem Weg zum mündigen Musizieren unterstützen können.

Wichtige Fragen sind hierbei:

  • Welche sozialen Aspekte innerhalb der Gruppe kann ich mit meiner Liedauswahl stärker in den Blick nehmen?
  • Welche Möglichkeiten bietet ein Lied, sich neuen stimmbildnerischen Herausforderungen zu stellen?
  • Welche musikalischen Lernziele kann ich mit einem Lied verfolgen?
  • Welche ästhetischen Erfahrungswelten kann ich durch Lied zusätzlich eröffnen?

Zu genau dieses Fragen haben wir für euch eine Checkliste[7] entwickelt. Diese enthält viele Details, die bei der Liedauswahl eine Rolle spielen. Ihr könnt mit diesem für die Praxis entwickelten Tool eure eigenen Ziele und Gedanken reflektieren und Literatur dann gezielt nach bestimmten Kriterien auswählen.

Dabei ist uns wichtig, dass nicht nur der musikalische Wert eines Liedes betrachtet wird, sondern ebenso auch pädagogische und soziale Kriterien eine gleichwertige Berücksichtigung finden.

 

Gute Kinderchorarbeit steht immer in Balance zwischen musikalisch-ästhetischen und pädagogisch sozialen Zielen.


3. Kreative Lösungen

Welche kreativen Wege sind bei der Musikauswahl zusätzlich möglich?

In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass eine Auftrittsmöglichkeit entsteht und sich gar nicht so einfach ein wirklich passendes Lied oder Stück finden lässt. Hier kann es für Chorleiter*innen eine Möglichkeit sein, auch kreative Wege zu gehen. Wenn beispielsweise das ortsansässige Orchester zum gemeinsamen Konzert auch den Kinderchor einlädt, können kleine Arrangements zu den Instrumentalstücken selbst gestaltet werden. Steht beispielsweise Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ auf dem Programm, können einzelnen Melodiebausteine herausgenommen und kindgerechte Texte hinzugefügt werden. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es lohnt sich Dinge neu zu denken und manchmal auch zu experimentieren und zu arrangieren. Gerade Kinder sind häufig noch offen und voller Ideen, und auch in Kompositions- oder Arrangierworkshops können sie tolle und innovative Ideen einbringen, die sich hören lassen (vgl. „Das Lied über das Singen – ein Lied von Kindern für Kinder“ von H. Ewald).

Ein kreativer Umgang mit Musik eignet sich besonders auch dann, wenn die Kinder aktuelle Popsongs singen möchten. Auf diesen Wunsch will man als Chorleiter*in reagieren und steht prompt vor einigen Herausforderungen: es gibt keine Noten und die Originaltonart ist viel zu tief. Text, Rhythmus und Melodie variieren von Strophe zu Strophe, vor allem wenn die Kinder Versionen im Ohr haben, die live gesungen und auch improvisatorisch dargeboten wurden. Hier alle im Chor zu synchronisieren kann dann recht mühsam werden und bringt dann nicht das erwünschte Ergebnis. Es braucht also etwas musikalische Kreativität, um einen Song so zu arrangieren, dass ich ihn mit einem Kinderchor auch singen kann.

Hier ein paar praktische Tipps und Ideen:

  • wähle eine Tonart in einer kindgerechten Singlage[8]
  • gleiche rhythmische Varianten an (alle Strophen haben den gleichen Rhythmus, im Original improvisierte Verzierungen fallen weg)
  • ändere den Text, wo es sinnvoll ist (ggf. kreieren wir einen eigenen Text oder schreiben einen Text z.B. in deutscher Sprache?)[9]
  • nimm zunächst nur einen Teil des Songs, z.B. den Refrain, und erarbeite diesen als Loop-Song: einzelne Gruppen singen die Hauptstimme und setzen nacheinander ein, Bodypercussion und Bewegungen ergänzen, in weiteren Loops Nebenstimmen oder Instrumente hinzufügen, Lautstärkevarianten einbauen, die Kinder improvisieren lassen usw.

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass es sich lohnt, die Liedauswahl im Kinderchor wirklich bewusst zu gestalten. Gerade weil es ein so großes Angebot gibt, brauchen wir ein gutes Gespür, die Musik auszuwählen, die zu meiner Kindergruppe, zu mir und den Rahmenbedingungen passt. Musikalische, pädagogische und soziale Ziele der Chorarbeit werden durch eine gute Liedauswahl unterstützt.

Autorin

Sonja Dehn
Gesangspädagogin, Stimmbildnerin und Chorleiterin
www.sonjadehn.de

„Die Entdeckung und Ausbildung der eigenen Stimme ist eine spannende und faszinierende Reise. Wenn der Funke einmal überspringt, kann das Singen zu einem lebenslangen und treuen Begleiter werden.“

 

 

 

Quellen

 

_________________________________

[1] Oft gibt es hier auch Lieder, die gut mit Chören machbar sind wie z.B. die CD-Reihe „Unter meinem Bett“.

[2] vor allem Musikhochschulen haben in den Bibliotheken einen großen Fundus an Kinderchornoten. Es gibt in der Regel auch die Möglichkeit einen Bibliotheksausweis für Externe zu bekommen.

[3] Aufgrund der Vielzahl an Kompositionen werden hier keine einzelnen Titel genannt; es lohnt sich die die Tonsprache der Komponisten im Einzelnen kennenzulernen; Hörbeispiele und Informationen bieten die Verlage an, zum Teil gibt es eigene Webportale oder Youtube Aufnahmen.

[4] https://singen-mit-kindern.de/veroeffentlichungen/liederkalender-0-1/ (letzter Zugriff 14.10.2020) Jeden Monat wird hier ein aktuelles Monatslied präsentiert. Es gibt das Lied zum Anhören kostenlos. Ergänzt wird dies durch Hilfestellungen mit Blick auf Stimmbildung und spielerische Gestaltung, die man kostenlos herunterladen kann.

[5] Das LIEDERPROJEKT bietet Texte, Noten und Liedeinspielungen zum gemeinsamen Singen an; qualitätsbewusst und kindgerecht aufgearbeitet. Vgl. https://www.carus-verlag.com/themen/liederprojekt/ (letzter Zugriff 15.10.2020).

[6] Vgl. Fachimpuls „Gutes Singen mit Kindern

[7] Bei Interesse an der Checkliste bitte eine Mail an info@deutsche-chorjugend.de schicken.

[8] Vgl. Fachimpuls „Gutes Singen mit Kindern

[9] Ein gelungenes Beispiel: „You’ll be in my heart“ von Phil Collins in der deutschsprachigen Übersetzung: „Dir gehört mein Herz“.