Interkulturelles Lernen

Uns ist wichtig, dass bei einer chor.begegnung neben dem gemeinsamen Singen auch interkulturelles Lernen stattfindet. Interkulturelles Lernen kann nur durch den persönlichen Kontakt stattfinden. Und: Es passiert nicht von alleine, sondern es braucht geeignete Methoden, um den Lernprozess der Teilnehmenden einer internationalen Begegnung zu unterstützen.

Methoden des Interkulturellen Lernens...

  • fördern die Selbstreflexion und tragen dazu bei, dass sich die Teilnehmenden ihrer eigenen Prägungen bewusst werden
  • tragen dazu bei, dass die Jugendlichen sich bestehender Stereotype (z. B. über verschiedene Nationalitäten oder Menschengruppen) bewusst werden
  • helfen, Vorurteile innerhalb der Gruppe abzubauen
  • fördern eine Haltung, dass alle kulturellen Kontexte gleichwertig sind: Es gibt keine objektiv „höherwertige“ oder „minderwertigere“ Kultur. Kultur ist nicht gleichbedeutend mit Nation – vielmehr umfasst Kultur unterschiedliche Denkweisen, Handlungsweisen und Bedeutungen von Handlungen. Und Kulturen sind ständig im Wandel. Sie sind also dynamisch und nicht statisch.

 Foto: Hendrike Schoof

Methoden-Workshop zum Interkulturellen Lernen

Sonntag, 20. Januar 2019 von 09:30 bis 16:00 Uhr in Berlin

Bei diesem Workshop bekommt ihr konkrete Methoden des interkulturellen Lernens an die Hand, die ihr direkt auf eurer chor.begegnung einsetzen könnt – oder in anderen Kontexten. Auch dieser Workshop ist interaktiv: Ihr habt die Möglichkeit auszuprobieren, die Methoden selbst vor der Gruppe anzuleiten und dafür Feedback zu bekommen.

Inhalte unter anderem:

  • Was bedeutet „interkulturelles Lernen“ eigentlich?
  • Stereotype und Vorurteile über andere Kulturen – wie kann man sie durchbrechen?
  • „Das macht man nicht!“ – Werte und Moralvorstellungen
  • Sprachanimation: spielerisch voneinander die Sprachen auf einer chor.begegnung lernen
  • vielfältig und differenziert von chor.begegnungen berichten

Ihr könnt entweder nur am Samstag, oder aber an beiden Tagen teilnehmen. Wer bei dem Fachtag 2018 dabei war, kann sich auch nur zu dem Methodenworkshop Interkulturelles Lernen anmelden.

Hier geht es zum Anmeldeformular.

Wo?

Deutsche Chorjugend e.V.
Alte Jakobstraße 149
10969 Berlin-Kreuzberg

Kosten:

Eure Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Reisekosten können wir euch bis zu 60,- Euro für Hin- und Rückfahrt zusammen erstatten. Übernachtungskosten können wir leider nicht übernehmen.

Verpflegung:

Es gibt einen Mittagsimbiss, Snacks und Getränke während des Workshops.

Links zu Methoden des Interkulturellen Lernens:

  • Broschüre Vielfalt erleben – Gemeinschaft gestalten mit Übungen und Methoden für Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren.
    Herausgegeben vom Interkulturellen Zentrum Wien.

  • „Stereotype? Nein, danke!“ Anleitungen für Übungen mit Gruppen, um sich Stereotypen bewusst zu werden und diese zu hinterfragen
    Global Competence – Materialien und Übungen zum Interkulturellen Lernen, entwickelt von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und der Uni Jena (Fachbereich Interkulturelle Wirtschaftskommunikation)

  • Toolbox speziell zur Vorbereitung internationaler Jugendbegegnungen mit einer allgemeinen Einführung, Methoden und weiterführender Literatur.
    Herausgegeben von IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

  • Auf dem Portal Mangoes and Bullets - Materialien für herrschaftskritisches Denken und Handeln finden sich unter anderem Links zu Methoden des interkulturellen Lernens, zu Globalem Lernen und anderen Themen.
    Ein Projekt von glokal e.V.

 

Zum Weiterlesen...

  • Artikel Kulturelle Vielfalt erleben  über Internationale Jugend-Kultur-Begegnungen

    Wer in seiner Jugend an Austauschprojekten teilnimmt, den lässt das Thema Interkulturalität oft nicht mehr los: Jugend-Kultur-Begegnungen bieten vielfältige Möglichkeiten, Fragen nach der eigenen Identität und nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden mit anderen Teilnehmenden intensiv und nachhaltig zu erforschen.
    Artikel von Rolf Witte auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung.

  • Wer sich für vorurteilsbewusste Bildung interessiert,

    findet Informationen auf der Website der Anti-Bias-Werkstatt.
    Der Anti-Bias-Ansatz (von bias: Voreingenommenheit, Schieflage) ist ein Ansatz der antidiskriminierenden Bildungsarbeit, der in der deutschen Bildungslandschaft seit einigen Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewinnt.
    Der Anti-Bias-Ansatz zielt darauf, für Diskriminierungen zu sensibilisieren, eine intensive erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit Macht und Diskriminierung zu ermöglichen und alternative Handlungsansätze zu diskriminierenden Kommunikations- und Handlungsformen zu entwickeln.
    Website der Anti-Bias-Werkstatt.

  • Broschüre: Sprachanimation inklusiv gedacht

    Nicht alle Jugendlichen sprechen eine oder mehrere Fremdsprachen, manche haben im schulischen Lernprozess negative Erfahrungen gemacht und trauen sich daher nicht zu, sich in anderen Sprachen zu verständigen. Für junge Menschen mit geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen gilt das in besonderem Maße. Hier bietet die Methode der Sprachanimation eine gute Möglichkeit, spielerisch miteinander in Kommunikation zu treten.
    Broschüre von ijab.de – interaktives Angebot zur Qualifizierung und Weiterentwicklung der internationalen Jugendarbeit