Interkulturelles Lernen

Uns ist wichtig, dass auf einer Chorbegegnung neben dem gemeinsamen Singen auch interkulturelles Lernen stattfindet. Interkulturelles Lernen kann nur durch den persönlichen Kontakt stattfinden. Und: Es passiert nicht von alleine, sondern es braucht geeignete Methoden, um den Lernprozess der Teilnehmenden einer internationalen Begegnung zu unterstützen.

Methoden des Interkulturellen Lernens...

  • fördern die Selbstreflexion und tragen dazu bei, dass sich die Teilnehmenden ihrer eigenen Prägungen bewusst werden
  • tragen dazu bei, dass die Jugendlichen sich bestehender Stereotype (z. B. über verschiedene Nationalitäten oder Menschengruppen) bewusst werden
  • helfen, Vorurteile innerhalb der Gruppe abzubauen
  • fördern eine Haltung, dass alle kulturellen Kontexte gleichwertig sind: Es gibt keine objektiv „höherwertige“ oder „minderwertigere“ Kultur. Kultur ist nicht gleichbedeutend mit Nation – vielmehr umfasst Kultur unterschiedliche Denkweisen, Handlungsweisen und Bedeutungen von Handlungen. Und Kulturen sind ständig im Wandel. Sie sind also dynamisch und nicht statisch.

 Foto: Hendrike Schoof

Links zu Methoden des Interkulturellen Lernens:

  • „Stereotype? Nein, danke!“ Anleitungen für Übungen mit Gruppen, um sich Stereotypen bewusst zu werden und diese zu hinterfragen
    Global Competence – Materialien und Übungen zum Interkulturellen Lernen, entwickelt von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und der Uni Jena (Fachbereich Interkulturelle Wirtschaftskommunikation)

  • Toolbox speziell zur Vorbereitung internationaler Jugendbegegnungen mit einer allgemeinen Einführung, Methoden und weiterführender Literatur.
    Herausgegeben von IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

  • Auf dem Portal Mangoes and Bullets - Materialien für herrschaftskritisches Denken und Handeln finden sich unter anderem Links zu Methoden des interkulturellen Lernens, zu Globalem Lernen und anderen Themen.
    Ein Projekt von glokal e.V.

 

Zum Weiterlesen...

  • Artikel Kulturelle Vielfalt erleben  über Internationale Jugend-Kultur-Begegnungen

    Wer in seiner Jugend an Austauschprojekten teilnimmt, den lässt das Thema Interkulturalität oft nicht mehr los: Jugend-Kultur-Begegnungen bieten vielfältige Möglichkeiten, Fragen nach der eigenen Identität und nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden mit anderen Teilnehmenden intensiv und nachhaltig zu erforschen.
    Artikel von Rolf Witte auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung.

  • Wer sich für vorurteilsbewusste Bildung interessiert,

    findet Informationen auf der Website der Anti-Bias-Werkstatt.
    Der Anti-Bias-Ansatz (von bias: Voreingenommenheit, Schieflage) ist ein Ansatz der antidiskriminierenden Bildungsarbeit, der in der deutschen Bildungslandschaft seit einigen Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewinnt.
    Der Anti-Bias-Ansatz zielt darauf, für Diskriminierungen zu sensibilisieren, eine intensive erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit Macht und Diskriminierung zu ermöglichen und alternative Handlungsansätze zu diskriminierenden Kommunikations- und Handlungsformen zu entwickeln.
    Website der Anti-Bias-Werkstatt.

  • Broschüre: Sprachanimation inklusiv gedacht

    Nicht alle Jugendlichen sprechen eine oder mehrere Fremdsprachen, manche haben im schulischen Lernprozess negative Erfahrungen gemacht und trauen sich daher nicht zu, sich in anderen Sprachen zu verständigen. Für junge Menschen mit geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen gilt das in besonderem Maße. Hier bietet die Methode der Sprachanimation eine gute Möglichkeit, spielerisch miteinander in Kommunikation zu treten.
    Broschüre von ijab.de – interaktives Angebot zur Qualifizierung und Weiterentwicklung der internationalen Jugendarbeit