Rückblick: Jugendpolitische Konferenz

Das Team der Denkfabrik Chorjugendpolitik in der Deutschen Chorjugend mit Benjamin Strasser (Präsident Bundesmusikverband Chor & Orchester). Bild: Janina Kegel

„Netzwerken für die Chorfinanzierung“ war das Thema unserer jugendpolitischen Konferenz. Rund 60 Teilnehmende kamen dazu am 9. und 10. November in Frankfurt am Main zu Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden zusammen.

Zu Gast waren Politiker*innen aus Bundestag und aus dem Hessischen Landtag und Akteur*innen aus Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. So machten sich neben vielen anderen Daniela Broda (stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings), Benjamin Strasser (Präsident des Bundesmusikverbandes Chor & Orchester) und Lydia Grün (Hochschule für Musik Detmold & Netzwerk Junge Ohren) auf den Weg nach Frankfurt, um mit Sänger*innen und Vertreter*innen der Landeschorjugenden zu diskutieren.

Mit diesem Angebot möchte die Deutsche Chorjugend ein starkes Netzwerk aufbauen, damit Chorjugendarbeit mehr Gehör in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bekommt. Denn das ist wichtig, um langfristig gute (auch finanzielle) Rahmenbedingungen für junge Chöre, Chorjugendverbände und alle singenden Kinder und Jugendlichen zu schaffen. Auf der Konferenz erhielten die Teilnehmenden das Handwerkszeug dafür. Expert*innen vermittelten Insider-Infos zu Fragen wie zum Beispiel: Wie ticken private und öffentliche Förderinstitutionen? Wie funktioniert Lobbyarbeit – auch mit begrenzten Ressourcen? Welche Netzwerkpartnerschaften sind für junge Chöre und Chorjugendverbände strategisch sinnvoll?

Arbeitshilfen im Frühjahr 2020

Aus den Ergebnissen der Konferenz wird die DCJ Arbeitshilfen rund um die Themen
Interessensvertretung, Lobbyarbeit, Inklusion und Vielfalt erstellen, die den Mitgliedern der DCJ voraussichtlich im Frühjahr 2020 zur Verfügung gestellt werden.

Gedenken am 9. November

Unsere Konferenz fand an einem denkwürdigen Datum statt, denn am 9. November jährte sich nicht nur der Mauerfall, sondern auch eines der dunkelsten Ereignisse deutscher Geschichte: Die Reichspogromnacht. Mit dem Lied „Dos Kelbl“, das wir bewusst auf Jiddisch gesungen haben, haben wir auf unserer jugendpolitischen Konferenz der Ereignisse von damals gedacht und wollen bewusst ein Zeichen für die heutige Zeit setzen. Denn erschütternderweise werden auch noch heute Menschen u.a. aufgrund ihrer Religion, Herkunft oder sexuellen Orientierung diskriminiert, bedroht und angegriffen. „Als Chorsänger*innen wisst ihr so gut wie keiner, dass ein Akkord aus mehreren Tönen besteht und dass sich der Klang erst voll anhört, wenn mehr als eine Stimme singt.“, so die Worte der Jüdischen Studierendenunion in einer Videobotschaft für unsere Konferenz.

Treten wir also singend für eine offene und vielfältige Gesellschaft ein!