UNICEF Junior-Botschafter 2012
„Kann ein Chor etwas für die Rechte der Kinder bewegen? Ja, er kann, denn Singen macht Spaß und verbindet. Dieses großartige Gefühl könnt Ihr weitergeben: Seid ganz Chor für UNICEF und werdet JuniorBotschafter.“ Mit diesem Aufruf sollen exklusiv die Chöre der Deutschen Chorjugend erreicht werden. Mitmachen können alle Kinder- und Jugendchöre mit Sängerinnen und Sängern unter 18 Jahren.
„Informiert Euch über Eure Rechte, setzt Euch für benachteiligte Kinder ein und macht eine Aktion. Welches Kinderrecht Ihr dabei in den Mittelpunkt stellen wollt, entscheidet Ihr selbst.“ Die Chor-Bewerbung kann zum Beispiel ein Lied für die Kinder in aller Welt sein. „Ob A capella, mit Instrumenten oder Tanz und Theater – Hauptsache, es geht um die Kinderrechte. Denn die Kinder der Welt brauchen eine starke Stimme, die für sie eintritt.“
Neben einem Auftritt bei der Preisverleihung am 18. Juni 2012 in der Frankfurter Paulskirche gibt es einen Überraschungspreis zu gewinnen.
Für die Bewerbung um den Sonderpreis Chor: Einfach ein Lied zum Thema „Kinderrechte“ auf CD, DVD oder als MP3 aufnehmen, eine tolle Aktion veranstalten, das Ganze mit Fotos und einem Bericht dokumentieren und mit einer Beschreibung des Chores per Post senden an: Deutsche Chorjugend, Eichendorffstr. 18, 10115 Berlin. Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 31.03.2012.
Wichtig: Bei der Bewerbung muss es sich um eine Aktion mit deutlicher Kinderbeteiligung handeln. Dem Ideenreichtum der Kinder sind keine Grenzen gesetzt. Bewerbungen ausschließlich mit Audio-CD reichen nicht aus. Außerdem muss eine Beteiligung an der Preisverleihung am 18.06.2012 terminlich und organisatorisch möglich sein.
Wir erwarten gern auch musikalisch-innovative Beiträge. Neukompositionen zum Thema "Kinderrechte" sind möglich und willkommen. Bei der Preisvergabe entscheidet ausdrücklich nicht die technische Professionalität der Ton- und Videoaufnahme, sondern in erster Linie das inhaltliche und musikalische Konzept der Kinder.
Die Jury - bestehend aus Vertretern der Deutschen Chorjugend - entscheidet nach dem Bewerbungsschluss über den Gewinner.
Weitere Informationen zum Wettbewerb unter www.younicef.de.
UNICEF Junior-Botschafter 2011

Der Kinderchor FRIEDRICHSHAINER SPATZEN aus Berlin erhält den Sonderpreis CHOR im UNICEF-JuniorBotschafter-Wettbewerb 2011.
Im diesjährigen unicef JuniorBotschafter-Wettbewerb wurde der Kinder- und Jugendchor "Friedrichshainer Spatzen" mit dem Sonderpreis CHOR ausgezeichnet. Das Kinderhilfswerk unicef und die Deutsche Chorjugend hatten – wie schon seit 2009 – Chöre zum Mitmachen aufgerufen.
Die „Friedrichshainer Spatzen“ haben sich schon zum wiederholten Mal mit dem Thema Kinderrechte auseinander gesetzt. Bei ihren Treffen diskutierten die Chorkinder darüber, welche Rechte für Kinder am Wichtigsten sind. Ausgehend von ihrem eigenen Lebensumfeld kamen sie zu der Erkenntnis, dass das Recht auf Sicherheit und Geborgenheit für sie einen besonderen Wert hat. Hiermit verbinden sie auch das Recht auf Anderssein. „Sein zu dürfen, wie man ist, und das auch im Gemeinschaftsleben zu zeigen“ – hierfür wollen sich die Kinder mit ihrem Liedbeitrag einsetzen. Das Lied „Zauber mir ein Bild von dir“ drückt ihr Gefühl von Geborgenheit und die Zuversicht aus, dass es für jeden einen Weg gibt, um in Gemeinschaft mit anderen zu leben. „Wir wünschen uns, dass jedes Kind der Welt Mut schöpft und seinen Weg findet“, sagen sie.
Die Einzelheiten
Auf den ersten Blick sind die „Friedrichshainer Spatzen“ aus Berlin ein ganz normaler Kinderchor. Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 16 Jahren mit Lust am Singen treffen sich einmal in der Woche zur Chorprobe. Das Repertoire verbindet klassische und moderne Lieder. Chorleiter Andreas Schmidt-Hartmann, der das Lied „Zauber mir ein Bild von dir“ komponiert hat, sorgt neben unterhaltsamen Proben auch für die musikalische Ausbildung der Kinder. Dass eine Grundschule in Berlin-Friedrichshain zur Heimstätte des Chores geworden ist, ist vielleicht etwas Besonderes. Hier wird die Chorarbeit vorbildlich in die Angebote der Schule eingebunden. Und dass sich die Chorkinder aus eigenem Antrieb musikalisch mit den Kinderrechten auseinander setzen und sich dabei stimmlich und choreografisch hervorragend in Szene setzen, zeigt dann doch, dass die „Friedrichshainer Spatzen“ ein ganz besonderer Chor sind.
Begründung der Jury
„Zauber mir ein Bild von dir, das keiner kennt“ heißt es in dem Lied, dass die „Friedrichshainer Spatzen“ mit viel Begeisterung mehrstimmig singen und damit ihren Gefühlen, Hoffnungen und Träumen musikalisch Ausdruck verleihen. Die Chorkinder entfachen mit ihrem Lied die Fantasie ihrer Zuhörer, sich ein besseres Leben auszumalen. So heißt es im Liedtext „Mal mir eine Sonne, die so sehr lacht, dass sie dunkle Wolken wieder glücklich macht“ oder „Mal mir einen Drachen, auf dem ich fliegen kann und der mich rettet aus jedem Sturm, aus jedem Orkan.“ Kindgerecht in Text, Gesang und Interpretation drücken die Kinder ihren Wunsch nach Sicherheit, Geborgenheit und Akzeptanz aus.
UNICEF Junior-Botschafter 2010
Der Kinder- und Jugendchor LIEDERSTROLCHE aus Wilnsdorf erhält den Sonderpreis CHOR im UNICEF-JuniorBotschafter-Wettbewerb 2010.
Im diesjährigen unicef JuniorBotschafter-Wettbewerb wurde der Kinder- und Jugendchor der Musikschule Wilnsdorf – die "Liederstrolche" – mit dem Sonderpreis CHOR ausgezeichnet. Das Kinderhilfswerk unicef und die Deutsche Chorjugend hatten – wie schon im Vorjahr – Chöre zum Mitmachen aufgerufen. Bei der großen Preisverleihung am 14. Juni in der Frankfurter Paulskirche überreichte Thomas Preiß, DCJ-Bundeschorleiter, den Preis an den Siegerchor aus Nordrhein-Westfalen.
Einmal die Hauptrolle spielen – das haben die „Liederstrolche“ und der Kinder- und Jugendchor der Musikschule Wilnsdorf mit ihrem Musical zum Thema Kinderarbeit in Lateinamerika geschafft. „Damit Kinder leben können“ heißt das Stück von Siegfried Fietz und Daniela Dicker. Am 27. und 28. Februar 2010 war die Aufführung im Forum des Gymnasiums. An beiden Tagen gab es eine Live-Schaltung zu Kindern in Bolivien, bei der der Chor die Kinder in La Paz mit einem Lied grüßten. Den Refrain von „Unser Lied geht rund um die Welt“ sangen sie natürlich auf spanisch.
Die Einzelheiten
Schon seit Monaten hatten sich die „Liederstrolche“ unter ihrer Chorleiterin Andrea Stötzel mit dem Thema „Kinderarbeit in Lateinamerika“ beschäftigt. Das Musical „Damit Kinder leben können“ von Siegfried Fietz und Daniela Dicker erzählt die Geschichte von Max und Maya, die auf einer Traumreise Lateinamerika und die schwierige Situation der Kinder dort kennen lernen. Im November 2009 fand ein Intensivprobenwochenende im Sauerland statt. Eine Ausstellung führte in das Thema Kinderarbeit ein. Ein Diavortrag von Heidi Brandenberg von der Missionsgesellschaft „Soforthilfe La Paz“ machte den Chorkindern klar, dass sie hier helfen wollen. Die Aufführung am 27. und 28. Februar mit der Live-Schaltung nach Bolivien war ein toller Erfolg. Alle trugen die gleichen T-Shirts aus fairem Handel mit dem Aufdruck „Kinder helfen Kindern“. Mit Plakaten und Flyern informierte der Chor über das Projekt. An beiden Aufführungstagen verkauften die Kinder Fotopostkarten, selbst gebackene lateinamerikanische Köstlichkeiten und Handarbeiten aus Guatemala und Bolivien. Am Spendenkaktus blieben alleine 380 Euro „hängen“. Insgesamt sammelten die Kinder 1.600 Euro. Die „Siegener Zeitung“ hatte der Aktion extra ihre Kinderseite gewidmet. Und der WDR war für eine „Tip-Reportage“ zu Gast und empfahl den Besuch des Musicals in der „Lokalzeit Südwestfalen“. Die nächsten Ideen, die auch Projekten von UNICEF und der Kindernothilfe zugute kommen sollen, sind bereits in Vorbereitung, beispielsweise eine Schuhputzaktion in der Fußgängerzone.
Begründung der Jury
Die „Liederstrolche“ und der Kinder- und Jugendchor der Musikschule Wilnsdorf haben sich intensiv mit dem Thema Kinderarbeit in Lateinamerika beschäftigt und eine Brücke zu den Kindern in Bolivien geschlagen. Durch das Musical bekamen nicht nur die jungen Sängerinnen und Sänger, sondern auch ihr Publikum einen Eindruck von den schwierigen Lebensumständen arbeitender Kinder. Auch wenn der Vorhang gefallen ist, wollen die Chorkinder weitermachen und mit den Kindern in Bolivien in Kontakt bleiben. Weitere Aktionen sind bereits geplant.
UNICEF JuniorBotschafter 2009
Der Kinder- und Jugendchor SOUL KEEPERS aus Bremerhaven erhält den Sonderpreis CHOR im UNICEF-JuniorBotschafter-Wettbewerb 2009.
Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF-Deutschland und die Deutsche Chorjugend hatten Kinder- und Jugendchöre aufgerufen, sich musikalisch mit dem Thema "Kinderrechte in aller Welt" auseinander zu setzen. Rund 400 junge Sängerinnen und Sänger haben sich an der Aktion beteiligt und zum größten Teil eigens für den Wettbewerb komponierte Lieder gesungen. Daneben haben sich viele Gruppen mit Zeichnungen und schriftlichen Gedanken mit dem Thema Kinderrechte beschäftigt.
Der Kinder- und Jugendchor „Soul Keepers“ aus Bremerhaven besteht aus ca. 20 Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren. Gegründet wurde der Chor mit dem Ziel, für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in der eigenen Arbeit und in der Wirkung nach außen aktiv zu werden. Zweimal in der Woche kommen die Mädchen und Jungen (überwiegend Haupt- und Realschüler) zusammen, um zu singen, aber auch um Projekte miteinander zu gestalten. Gemeinsam treten sie gegen soziale Kälte ein. Die Probleme der Jugendlichen fließen in die Songs ein, die zum Teil von der Chorleiterin Vivian Glade selbst komponiert werden.
Die Sängerinnen und Sänger haben sich gemeinsam mit der Chorleitung intensiv mit dem UNICEF-Wettbewerb und mit dem Thema „Kinderrechte“ beschäftigt. Aus den Äußerungen der Kinder und Jugendlichen entstand der Bewerbungs-Song, der zusammen erarbeitet und mit einer Choreographie versehen wurde.
„Wir haben ein Recht auf Kindheit“ – dies ist der zentrale Gedanke der „Soul Keepers“. Im Song kommt nicht der Blick von außen auf die Kinder, denen es schlechter geht, als jenen in Deutschland, zum Ausdruck, sondern die Idee, dass jedes Kind auf der Welt etwas wert ist. Die Kinder und Jugendlichen haben ihre eigene Situation analysiert und eigene Probleme besprochen. Sie sagen: „Wir haben das Recht, jemandem etwas wert zu sein.“









